Nachwuchsmeeting Zürich
Am 07. September 2024 ging es mit dem Zug für insgesamt 19 Arther Leichtathleten ins Sihlhölzli um dort erstmals an dem 5. TVU-Nachwuchsmeeting des LAC TV Unterstrass teilzunehmen. Bei nahezu perfekten Bedingungen konnten die Innerschwyzer Athleten in Zürich richtig auftrumpfen und bei insgesamt 65 Disziplinenstarts ganze 23 Mal neue Bestleistungen aufstellen, sechs Athleten traten erstmals in entsprechenden Disziplinen an und vier Mal erreichten unsere Teilnehmer punktgenau ihren Bestleistungswert.
Bei den M10 gingen Lio Kaufmann (2026) und Leo Waldispühl (2015) an den Start, beide direkt in allen vier angebotenen Disziplinen, dem 60m-Sprint, Weitsprung, Ballwurf und 600m-Lauf. Lio verbesserte seine Weitsprungleistung um 15cm auf 3,30m und wurde damit Vierter. Leo sprang 8 cm weiter und wurde Zweiter. Danach ging es für Leo einfach nur noch auf das oberste Podest: den 60m-Sprint gewann er in 9,94 sec vor Lio, der sich in 10,28 sec den zweiten Platz mit einem Konkurrenten des LAC TV Unterstrass auf die Tausendstel genau teilte. Im 600m-Lauf folgte wieder ein Doppelpodest: Leo und Lio waren über 400m taktisch ausgemacht zusammen gelaufen, danach überholten sie den bis dahin Führenden gemeinsam und konnten als Erster (Leo in 2:10,50 min) und Zweiter (Lio in 2:13,55 min) über die Ziellinie laufen. Leo gewann zum Abschluss auch einfach noch mit doch über fünf Metern Vorsprung den Ballwurf mit 29,99m.
In der U12 stellte sich Moritz Dompert (2013) der grösstenteils Zürcher Konkurrenz und er lieferte so richtig ab, landete mit drei persönlichen Bestleistungen zweimal auf dem Podest: über 60m verbesserte er sich über 2/10 auf 9,40 sec und wurde Dritter. Diesen Podestplatz wiederholte er mit neuen PB im Ballwurf von 33,07m. Im Weitsprung gelang ihm sein erster Sprung über 4m auf 4,01, was in Zürich Platz vier bedeutete.
Leo Appert (2012) war im Sihlhölzli besonders sprungstark unterwegs: 4,24m im Weitsprung und 1,33m im Hochsprung bedeuteten zweimal neue Bestleistung, im Hochsprung direkt eine Verbesserung um 8cm, womit er auch für die Siegerehrung aufgerufen wurde und sich über den dritten Platz freuen durfte. Jonas Bachmann (2011), ebenfalls U14, konnte in eben diesem Weitsprung-Wettbewerb auf das Podest springen, landete bei 4,39m und wurde Dritter. Noch eine Stufe höher und die silberne Medaille umgehangen bekam er im Speerwurf. Dort wurde er mit neuer PB von 29,81 Zweiter. 15,47sec über 80m Hürden bedeuteten eine Verbesserung seiner bisherigen Bestzeit von über 5/10. Simon Schuler (2011) erlief sich über 600m in einem extrem schnellen Rennen eine neue PB von 1:56,87 min.
Bei den jüngsten Mädchen gingen Leyana Matoshi (2016) und Marlene McCarthy (2015) in der U10 an den Start. Während im 60m-Lauf Marlene ihre Bestzeit von 10,16sec im Ziel einstellte und sie damit Erste wurde, sprintete Leyana in 10,47 sec auf den undankbaren 4.Platz. Das motivierte Leyana für den Weitsprung, wo sie dann mit 3,35m auf den dritten Platz springen konnte. Marlene aber war nach dem 60m-Sprint noch nicht satt von Podestplätzen, holte sich mit einer neuen persönlichen Bestweite von 21,72m im Ballwurf den ersten Platz und mit Verbesserung von zwei Sekunden auf 2:16,84min über 600m den zweiten Platz.
In der U12 gingen gleich fünf «Artherinnen» an den Start. Über 60m konnte dabei Rahel Inderbitzin (2014) ihre Bestleistung einstellen in 9,85 sec und Anne-Sophie (2014), die zwei Jahre nicht mehr gestartet war, eine neue Bestleistung von 10,55 sec aufstellen. Die 60m Hürden verliefen «interessant». Für Rahel war es der erste 60m Hürdenlauf – wohl überrascht, dass sie nach den sechs überlaufenen Hürden vorne lag, stoppte sie nach der letzten Hürde abrupt ab und vergass, ins Ziel zu laufen. Erst als die Konkurrentinnen rechts und links neben ihr vorbeisprinteten, trat sie wieder an, um die letzten paar Meter bis zur Lichtschranke zu schaffen. In ihrem Lauf kam sie tatsächlich mit 14,02 sec noch als zweite hinter Livia Schuler (2014), die 13,52 sec lief, ins Ziel. Da in Zürich über die selten gelaufenen 68cm-Hürden gesprintet wurde, sind sie diese Zeiten für beide neu aufgestellte Zeiten. Die dritte tolle Leistung von Rahel in Zürich: im Weitsprung noch einmal neue PB von 3,49m und Anne-Sophie verbesserte sich mit ihrem ersten 3m-Sprung auf 3,16m. Ein wahrer Krimi dann im Hochsprung: Alexandra Wiederkehr (2014) und Malena Kaufmann (2013) waren, warum auch immer, sehr verunsichert und liefen etliche Male pro Höhe an der Matte vorbei, da sie sich nicht trauten zu springen. Unbegründet, denn mit 1,10m stellte Alexandra eine neue Bestleistung auf, wurde Fünfte und Malena stellte mit 1,23m ihre Bestleistung ein und wurde in Zürich tolle Zweite. Livia Schuler war unsere U12-Werferin des Tages, stellte im Ballwurf mit 23,98m und im Kugelstossen mit 5,31m eine neue persönliche Bestleistung auf. Über 600m traten auch wieder drei «Artherinnen» an. Anne-Sophie war aus diesem Dreiergespann die Schnellste und kam nach tollen 2:19,22 min ins Ziel.
Auch die U14 weiblich war stark besetzt. Mit Madlaina Wiederkehr und Katrin Reichlin (beide 2012), Lieve Sumi, Melina Contratto, Nina Büeler und Elina Baumann (alle 2013) war sechsmal Leichtathletik Arth vertreten. Und diese holten insgesamt 9 Podestplätze. Den Anfang machte Melina über 60, wo sie in guten 8,88 sec den dritten Platz holte, vor Elina, die in 8.98 sec das zweite Mal unter 9sec blieb. Zwei war dann die Zahl von Elina, denn sie landete gleich dreimal auf dem zweiten Platz und jedes Mal denkbar knapp. Im Hochsprung wurde sie mit neuer PB von 1,33m höhengleich mit der Siegerin, aber mit mehr Fehlversuchen Zweite. Melina stellte ihre PB von 1,30m ein und wurde Dritte. Über die 60m Hürden der zweite Zweite für Elina: 11,12 sec, neue Bestleistung, aber 2/1000 «langsamer» als eine Konkurrentin, die mit ebenfalls 11,12 sec gewann. Nina Büeler wurde Vierte, verbesserte ihre PB auf 11,60 sec. Kugelstossen: ein Arther Festspiel. Katrin gewann mit einer Verbesserung ihrer Bestweite von über einen Meter mit 7,85m. Zweite wurde: Elina Baumann mit 7,84m. Es fehlten also 1cm zum Sieg. Das Arther Podest vervollständigte Lieve mit ebenfalls Bestleistung von 7,63m. Um zwei Plätze verbesserte sich Lieve im Speerwurf und gewann mit 31,20m. Das letzte Podest ergatterte sich Melina im Weitsprung mit 4,41m knapp vor Nina, die unglücklich mit 4,35m auf den vierten Platz verdrängt wurde und ihrerseits so zweimal unglücklich an der Medaille vorbeigeschrammt ist. Erstmals die 600m lief Madlaina und beendete das Rennen in 2:04,65 min.
Bericht: Kerstin Szymkowiak




