Im Dauerregen gepunktet
Am letzten Ferien-Sonntag fand in Rapperswil-Jona der Kantonewettkampf der U14/U16 der Leichtathleten statt. Die besten zwei Athleten/innen jeder Disziplin aus dem Leichtathletikverband Schwyz treten dort gegen die Besten der anderen sieben Verbände an: gegen den Zürcher LV, Ostschweiz-Athletics, den Aargauer LV, den Innerschwyzer LV, den Thurgauer LV und die LV’s des Jura und Vaudoise. In 2024 wurden so viele wie noch nie von Leichtathletik Arth nominiert: 7 Athletinnen und Athleten hatten mit ihren Leistungen im Vorfeld überzeugt und waren Teil des 47 Athleten umfassenden Teams und stellte damit hinter dem TSV Galgenen die zweitgrösste Vereinsdelegation.
Den Auftakt am Kantonewettkampf machen jeweils die Mixed-Staffeln. Der LVS stellte derer direkt vier, nämlich zwei U14-er und zwei U16-er Staffeln. Am Donnerstag zuvor hatte extra noch ein Team-Training stattgefunden. Das sich das gelohnt hatte, zeigte sich dann, denn die U14-Staffel I mit Tea Prokic holte sich direkt einmal 7 von 8 möglichen Punkten, was bedeutet, dass sie die zweitschnellste Zeit ins Ziel brachten. Jonas Bachmann brachte als Startläufer die U14-Staffel II ins Rennen. Da immer nur der Bessere der zwei angetretenen Verbandsteilnehmer Punkte bekommt, blieb diese Staffel ohne Punkte. In der Staffel U16 II liefen mit Lea Bürgler und Tobias Camenzind gleich zwei Arther. Leider wurde diese Staffel disqualifiziert, da sie bei einer Übergabe den Wechselraum überlaufen hatten.
Volle Punktzahl im Diskuswurf der U16: Noalie Szymkowiak kam im voll Wasser stehenden Diskusring von allen Werferinnen am besten klar, konzentrierte sich auf ihre Technik und zauberte 31,62m aus den Armen, womit sie nur gut einen Meter unter ihrer persönlichen Bestleistung blieb. Acht Punkte steuerte sie damit auf das LVS-Konto. Noch weitere dreimal konnte der LVS die volle Punktzahl erreichen und zwar in den Mittelstrecken. Hier gewannen Yannic Dubacher die 600m der U16 männlich, Livia Casagrande die 600m der U16 weiblich und Philip Jonsson die 600m der U14 männlich. Noch nie zuvor hatte der LVS so viele Disziplinensiege feiern können. Im Speerwurf gelang weder Noalie, noch der zweiten LVS-Starterin die erhoffte Weite und so konnte Julienne Greuter vom TV Brunnen mit 32,53m nur drei Punkte einwerfen.
Richtig gut lief es im Regen auch für Lieve Sumi im Speerwurf. Obwohl sie tatsächlich geduldig auf den «Treffer» im vierten Versuch warten musste. Dieser landete dann endlich über die 30, nämlich auf 30,27m und damit steuerte Lieve wertvolle sechs Punkte aufs LVS-Konto.
Nur einen Zentimeter an den begehrten acht Punkten vorbei sprang Tea Prokic im Weitsprung der U14. Sie blieb mit 4,96 m nur ganz knapp hinter ihrer PB und musste einer Aargauer Konkurrentin den Disziplinensieg gönnen. Über 60m kamen noch einmal glückliche sechs Punkte hinzu, denn Tea hatte sich im Tausendstel-Bereich im Foto-Finish gegen die Vierte des Laufes durchgesetzt: 8,496 sec gegen 8,500 sec. Nur zwei Konkurrentinnen aus dem Waadt und Zürich waren noch schneller.
Jonas stand noch im Kugelstossen und über die 80m Hürden im Einsatz. Erst am Wettkampfmorgen hatte er allerdings erfahren, dass er für einen plötzlich erkrankten Teamkollegen über die Hürden einspringen musste. Die ersten 20m gelingen ihm auch richtig gut, war er doch seit einem Jahr keinen Wettkampf mehr gelaufen über diese Distanz. Danach fehlte ihm allerdings die Routine und er musste die Gegner wegziehen lassen. Trotzdem kann man abschliessen: Absicherung für das Team gelungen. Im Kugelstossen fehlte ihm dann etwas die Power und so holte auch hier sein Teamkollege die Punkte für das LVS-Team.
Elina Baumann stand für die 60m Hürden der U14 weiblich am Start. Hier, wie auch in den drei anderen Hürdendiszanzen des Tages muss der LVS seine Hausaufgaben für 2025 besser machen, denn der Abstand zur Konkurrenz war teilweise beachtlich – mit dem schlechteren Ausgang für uns. Auch Elina konnte die Konkurrenz grösstenteils nur von hinten sehen und holte in 11,77 sec einen Punkt für das Team.
Bericht: Kerstin Szymkowiak
