Ein Titel und einmal erfüllte SM-Limite

Leichtathletik Arth bleibt weiter auf Medaillenkurs und hat auch bei den Regionenmeisterschaften der Zentralschweiz, welche dieses Jahr in Olten ausgetragen wurden, fünf Podestplätze einsammeln können.

Ein Medaillen-Trio holte sich dabei Tea Prokic in der U14 ab. Besonderes Augenmerk hatte sie auf den 60m-Sprint gelegt und die Anspannung stieg von Runde zu Runde, statt das die Nervosität kleiner wurde. Im Vorlauf reichten ihr 8,40 sec, um sich als Vorlauferste ihres Laufes für das Halbfinal zu qualifizieren. Melina Contratto hatte in ihrem Vorlauf als Zweite in 8,91 sec ebenfalls das Ticket für das Halbfinale gelöst. Für die drei Halbfinalläufe galt es, seinen Lauf zu gewinnen oder zu den weiteren drei Zeitschnellsten zu gehören. Dies gelang Melina in 9,00 sec nicht, sie wurde Gesamt-Zwölfte des Zentralschweizer Starterfeldes. Tea ging wiederum sehr offensiv an das Halbfinale und sprintete in 8,30 sec über die Ziellinie, über 6/10 schneller als die Zweite ihres Laufes. Für das Finale war aber die Konkurrenz endlich in einem Lauf versammelt und die Bestzeit von Alina Baumgartner vom LC Therwil verhiess, dass es ein heisses Duell um die Sprintkrone werden würde. Tea machte es dann tatsächlich auch spannend. Die ersten 30m hing sie hinter ihrer Konkurrentin mehr oder weniger deutlich hinterher, bis sie ihre Stärke ausspielen konnte und dann bei etwa 45m an ihr vorbeizog und in gewonnenen 8,15 sec der Zweiten 6/100 abnahm und ihre bisherige Bestzeit damit toppte.

Im Diskuswurf war Tea mit der besten Weite des Starterfeldes angereist. Die Lockerheit der Würfe aus dem Einwerfen gingen ihr dann mit Beginn des Wettkampfes verloren und alle sechs Versuche gelangen ihr nicht optimal. Sie musste zwei Konkurrentinnen an sich vorbeiziehen lassen, wurde aber gute Dritte. Ebenfalls auf den dritten Platz kam sie im Weitsprung, ihrer zweiten Paradedisziplin neben dem Sprint. Und es war ein Weitsprungwettkampf auf hohem Niveau, bei dem nur die Erste von der LA Mutschellen relativ deutlich ab dem ersten Versuch vorne lag. Dahinter wurde von Versuch zu Versuch um jeden Zentimeter gekämpft. Im sechsten Versuch konnte sich dann die Athletin des STV Altbüron vor Tea springen. Sie riskierte daraufhin alles, um zu kontern, doch der Versuch wurde leider ungültig. So gewann die Erste mit 5,10m, die Zweite folgte mit 4,96m, Tea sprang auf den dritten Platz mit 4,87m (Einstellung der Bestleistung), dahinter folgte die Vierte mit 4,86m, die Fünfte mit 4,82 und die Sechste mit 4,79m.

Richtig mitreissend war der Dreisprung-Wettkampf der weiblichen U16. Hier waren direkt drei Springerinnen von Leichtathletik Arth am Start. Relativ schnell war klar, wer den ersten und zweiten Platz belegen würde, doch ging es für Lea Bürgler nicht nur um den zweiten Platz, wollte sie doch unbedingt die Limite für die Schweizer U16-Meisterschaft springen. Nach fünf Versuchen standen fünf Sprünge zwischen 9,32 und 9,64m auf dem Tableau, alle Versuche mit bis zu 1,7m Gegenwind. Dann haute sie einen raus: den geringen Gegenwind von 0,4m/sec nutzte Lea, um nicht nur den Absprungbalken optimal zu treffen, sondern auch, um mit 9,88m die erhofften Limite zu springen. Dahinter wurde es richtig mitreissend: Alina Gisler und Nina Büeler lieferten sich einen Schlagabtausch fast von Sprung zu Sprung. Den sechsten Versuch konnte man an Spannung nicht überbieten. Nina legte mit klasse 8,71m vor, Alina musste nun kontern. Und das gelang ihr mit 8,89m. So durfte Alina mit Lea zur Siegerehrung, während für Nina die Blechmedaille blieb – da sie aber offiziell noch der U14 angehört, ist klar, wer in der Zukunft im Dreisprung noch weiter nach vorne springen wird.

Zwei tolle Wettkampftage lieferte auch Claudia Linggi in der U18 ab. Sie verbesserte dreimal ihre alten Bestleistungen und wurde im Diskuswurf mit einer Verbesserung auf 26,11m Sechste. Im Kugelstossen übertraf sie den Meilenstein von 10m gleich zweimal und wurde tolle Siebte mit 10,21m. Zudem neue Bestleistung im Speerwurf mit 28,12m. Tobias Camenzind sprang in der U16 im Hochsprung genau seine Bestleistung von 1,45m, verbesserte aber seine Diskuswurf-Leistung auf 24,41m. Alina startete am ersten Tag über die 600m und konnte mit einer neuen Bestleistung von 1:54,37 min einen Platz im Finale für den Sonntag ergattern. Hier konnte sie aufgrund gesundheitlicher Probleme leider nicht antreten. Ebenfalls 600m lief Jakob Sutter in neuer PB von 1:41,73 min und wurde Achter. Im Speerwurf der U16 startete Noalie Szymkowiak und wurde mit 33,64m Achte. Katja Kamer verbesserte ihre Speerwurf-PB auf 23,34. Elina Baumann verbesserte ihre Kugel-PB in der U14 auf 7,73m.

Bericht: Kerstin Szymkowiak