Platte und nicht-ausgepowerte Beine am Nachmittagsmeeting in Horw

Am Samstag 25. Mai 2024, fuhr eine kleine Delegation erstmals nach Horw, um am dortigen Nachmittagsmeeting teilzunehmen. Nach dem UBS Kids Cup keine 24 Stunden zuvor waren dann einige doch noch recht kaputt und andere sagten im Ziel mit einem Kopfschütteln: »Meine Beine sind gar nicht so richtig platt!»

Das ein Dreikampf anstrengend sein kann merkte Tobias Camenzind auf fast schon schmerzhafte Weise. Er war zum Weitsprung nach Horw gefahren, stellte aber direkt beim ersten Sprung fest, dass ihm der Wettkampf wortwörtlich noch in den Beinen steckte. Für ihn sprangen so indiskutable 4,74m heraus, nachdem er am Abend zuvor noch 5,27m gesprungen war. Nicht zum Weit, aber zum Hochsprung war Katja Kamer angetreten. Sie lief auch etwas energielos an und musste nach übersprungenen 1,30m den Wettkampf als einen soliden, aber nicht gewünschten Saisoneinstieg beenden. Etwas besser lief es für Tea Prokic, die seit zwei Monaten zum Stützpunkttraining Sprung in die Ausserschwyz zu Trainer Arsène Formaz fährt. In Horw war die Anweisung des Trainers, der sie auch vor Ort betreute, im Schersprung zu springen. Und positiv überrascht, dass auch diese Technik funktioniert, kam Tea auf übersprungene 1,35m und neue PB.


Lea Bürgler und Lieve Sumi starteten zu ihrem ersten Hürdenlauf der Saison. Lea in der U16 muss die 80m Hürden laufen und finishte mit soliden 14,21sec und der Gewissheit, dass sie locker diese Distanz laufen kann. Lieve, noch U14, sprintete 20m weniger und kam mit neuer Bestzeit im Ziel an: 11,54sec und Hunger auf schnellere Zeiten.


Im Diskuswurf auch wieder zwei Starterinnen von Leichtathletik Arth: Noalie Szymkowiak und Tea warfen die 750g-Scheibe. Das Teilnehmerfeld las sich schon fast wie das einer Schweizer Meisterschaft, denn die besten Werferinnen der Schweizer U16-Bestenliste waren vor Ort. Noalie haderte zwar etwas mit ihrer Technik, doch konnte sie ihre Bestleistung um eineinhalb Meter auf 32,58m steigern und kommt den Besten immer näher. Tea warf auf gute 23,85m und stabilisiert ihre Technik immer mehr.

An den 600m-Läufen der U16 nahmen Alina Gisler und Jakob Sutter teil, die ebenfalls seit zwei Monaten in ein Sondertraining gehen, nämlich ins Stützpunkttraining Mittelstrecke bei Emmanuel Schönbächler. Alina hatte eine genaue Vorgabe, wie sie das Rennen anzugehen hatte, verlor auf diese Vorgabe aber auf den ersten 400m fünf Sekunden und kam so nicht ganz an ihre Wunschzeit ran. Im Ziel 1:55,01 min für sie und immerhin neue Bestleistung, wenn auch nicht ganz so schnell wie erhofft. Jakob hatte sich nicht an Zeitvergleich mit der Uhr orientiert, sondern an den Gegnern. Bereits nach den ersten 100m klaffte aber die Lücke, die Jakob nicht hatte aufkommen lassen. Gut, dass er den Abstand dann halten konnte und mit deutlich verbesserte Bestzeit im Ziel nach 1:44,57 min ankam. Doch meinte er im Ziel mit einem Kopfschütteln: »Meine Beine sind gar nicht so richtig platt!»

Bericht: Kerstin Szymkowiak